Wie der Lakotasprache eine kleine Sensation gelang

Sioux-Womendress

© Ra’ike/wikipedia/cc by-sa 3.0

Viele Regisseur versuchen ihre Filme so realitätsnah wie möglich zu gestalten. So ist zum Beispiel in dem Streifen „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990) von und mit Kevin Costner (* 1955) die Lakotasprache zu hören. Im Western kommt der Nordstaatenoffizier First Lieutenant John Dunbar in Berührung mit dem indigenem Volksstamm der Lakota, die heutzutage vor allem in North und South Dakota anzutreffen sind. Die Sprache Lakota findet vor allem in den Indianerreservaten in South Dakota Verwendung. Auch in Kanada wird es − wenn auch nur in einem einzigen Reservat − gesprochen.

Die Lakotasprache ist Teil der Siouxsprachen, die allesamt jedoch vom Aussterben bedroht sind. Die nachrückende Generation ist kaum noch der verschiedenen Siouxsprachen mächtig. Die Zahl der Muttersprachler nimmt immer mehr ab. Es wird jedoch versucht, Lakota, das eng mit den beiden Dakotadialekten Yankton-Yanktonai und Santee-Sisseton verwandt ist, mithilfe von verschiedenen Maßnahmen zu erhalten. So wurde unter anderem die Schriftsprache standardisiert. Die Standard Lakota Orthography gilt seit 2004 als maßgebend für die Erstellung von verschiedenen Lehrbüchern, die Einsatz in der Schule finden. Auf diesem Wege wird Lakota zumindest als Zweitsprache weitergeführt.

2011 erschien der Trickfilm „Matȟó Waúŋšila Thiwáhe“, der einen Sonderstatus genießt. Er ist der erste Trickfilm, der in die Lakotasprache übersetzt wurde. Zugleich ist „Matȟó Waúŋšila Thiwáhe“ der erste Trickfilm, der in den USA in einer Indianersprache synchronisiert wurde. Auffällig ist, dass das Lakota nicht wie europäische Sprachen verschiedene Zeiten kennt. Es wird stattdessen zwischen den Aspekten faktisch/realis sowie nicht-faktisch/irrealis unterschieden. Also, ob etwas bereits geschehen ist oder ob es noch eintreten wird/soll.