Warum man mit der falschen Aussprache in Thailand schnell ins Fettnäpfchen treten kann

Wie wichtig Betonungen einzelner Silben und Wörter sein können, zeigt sich in der thailändischen Sprache. Sie entscheiden über den Sinn und die Bedeutung eines Wortes, wenn nicht gar eines kompletten Satzes, denn beim Thai handelt es sich um eine Tonsprache. Insgesamt fünf Betonungen (1. mittlerer Ton, 2. tiefer Ton, 3. fallender Ton, 4. hoher Ton, 5. steigender Ton) sind hier von großer Bedeutung. Begleitet werden die Betonungen durch entsprechende Handbewegungen. Beim steigenden Ton wird die Hand zum Beispiel wie ein V von oben nach unten und von unten wieder nach oben bewegt.

Nicht nur die Betonungen unterschieden sich, auch die Höflichkeitspartikel werden unterschiedlich angewendet. So gibt es männliche und weibliche Höflichkeitspartikel. Die weiblichen Höflichkeitspartikel, die dementsprechend nur von Frauen verwendet werden, werden in zwei verschiedenen Tönen ausgerückt. Der tiefe Ton ค่่ะ, der wie kha ausgesprochen wird, wird bei einer Zustimmung oder am Ende eines Aussagesatzes verwendet. Die männliche Variante ist ครับ, die khráb ausgesprochen wird. Diese Partikel werden häufig dann verwendet, wenn man eine Person gerade erst kennengelernt hat, oder wenn diese ein wenig älter ist.

Die thailändische Sprache kennt nicht nur Höflichkeitspartikel, sondern auch Stimmungspartikel, die am Ende eines Satzes stehen und die die Empfindungen des Sprechers ausdrücken. Auf diese Weise soll zum Beispiel eine Bitte oder eine höfliche Aufforderung unterstrichen oder aber eine Aussage verneint werden. Die verschiedenen Stimmungspartikel, die sich in Länge und Tonhöhe unterschieden, werden auch genutzt, um eine Aussage abzumildern. Das Thai verfügt über 44 Konsonanten, gebräuchlich sind jedoch nur 42, da die anderen beiden als veraltet gelten. Die Konsonanten werden in die Gruppen mittlere Konsonanten, hohe Konsonanten und tiefe Konsonanten eingeteilt.