Schlagwort-Archiv: Übersetzungen

Erfolgreiche Wiederbelebung der Sprache Manx

Wie ein kleiner Star oder ein Exot muss sich der Fischer Ned Maddrell (um 1877−1974) seinerzeit teilweise vorgekommen sein, denn er war bis zu seinem Tod im Jahr 1974 die letzte Person, die seit ihrer Kindheit der Sprache Manx mächtig war. Manx wurde ursprünglich auf der Insel Isle of Man gesprochen, bevor Englisch allgegenwärtig wurde. Doch Manx ist glücklicherweise nicht verloren gegangen. Inzwischen wird es nach erfolgreichen Wiederbelebungsversuchen an einigen Schulen unterrichtet. Dank einiger Hörproben von Maddrell konnte die Aussprache der einzelnen Wörter für die Nachwelt bewahrt werden. Ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung verfügt aktuell über geringe Kenntnisse hinsichtlich der Sprache. Weiterlesen

Die armenische Sprache stiftet Identitäten

Vor einigen Wochen erfuhr Armenien für einen Augenblick weltweite Aufmerksamkeit. Grund hierfür war der 100. Jahrestag des Völkermordes im Jahr 1915 und die kontroverse Debatte seitens der Türkei über die genauen Vorfälle. Die Sprache des im Kaukasus gelegenen Binnenstaates erfährt trotz ihrer kulturellen Bedeutung im Ausland hingegen kaum Beachtung. Dabei ist sie es, die die Armenier, die heutzutage in alle Länder der Welt verstreut sind, vereint. Zahlreiche Muttersprachler − ihre Zahl wird auf ca. 9 Millionen Menschen geschätzt − pflegen die armenische Sprache. So ist die Zukunft des Armenischen gesichert, auch wenn nur rund ein Drittel der Armenier in Armenien lebt. Weiterlesen

Mauritius − ein Staat ohne offizielle Sprache

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Der südwestlich im Indischen Ozean gelegene Inselstaat Mauritius ist eines der wenigen Gebiete, die rechtlich betrachtet keine Amtssprache besitzen. In der Praxis gelten Englisch sowie Französisch, das vor allem im Parlament sowie in den Massenmedien gegenwärtig ist, als Amtssprache. Im Alltag ist jedoch eine andere Sprache geläufig: Morisyen. Die zu den Kreolsprachen zählende Sprache wird von rund Dreiviertel der Einwohner als Muttersprache gesprochen. Da Morisyen von derart vielen Menschen verwendet wird, wird aktuell überlegt, diese offiziell zur Amtssprache zu erheben. Weiterlesen

Dank Seychellenkreol sprachlich vereint

Auf den Seychellen findet sich ein großer Mix an verschiedenen Nationalitäten und Bevölkerungsschichten. Auf dem Inselstaat im Indischen Ozean leben unter anderem Nachkommen von Siedlern, die aus unterschiedlichen Kolonialgebieten eingewandert sind, sowie von afrikanischen Sklaven, aber auch Bewohner, die ursprünglich aus Indien, China und verschiedenen Ländern Europas stammen. Neben den Amtssprachen Französisch und Englisch dient den Einwohnern das Seychellenkreol, das auch als Seselwa bekannt ist, als gemeinsame Sprache. Bei Seychellenkreol handelt es sich um eine Variante der Kreolsprachen. Weiterlesen

Tasmanien muss ohne eigene Sprache auskommen

Heutzutage wird in Tasmanien Englisch gesprochen. Doch dies war nicht immer so. Früher waren hier verschiedene tasmanische Sprachen zu hören. Es sollen rund zehn unterschiedliche Sprachen gewesen sein. Nur wenige Aufzeichnungen geben Aufschluss über die jeweiligen Sprache. Oft sind nur Wortlisten vorhanden, der Nachweis der Sprachen ist lückenhaft. Aus diesem Grund können kaum treffende Aussagen über die tasmanischen Sprachen sowie die Grammatikregeln gemacht werden. Eine Einordnung in eine bestimmte Sprachfamilie entfällt, ebenso der Nachweis über eine eventuell genetische Verwandtschaft der Sprachen untereinander. Ob es eine Verwandtschaft zu den australischen Sprachen gab, wird ebenfalls anhand der Aufzeichnungen wohl nie vollständig geklärt werden können. Weiterlesen

Lëtzebuergesch wird oft nur im Alltag gesprochen

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Wenn wir in unseren Nachbarstaat Luxemburg reisen, werden wir für gewöhnlich auf Französisch oder Deutsch − zwei der insgesamt drei offiziellen Amtssprachen des Großherzogtums − begrüßt. Die dritte Amtssprache, Luxemburgisch, die auch als Lëtzebuergesch bezeichnet wird, bekommen Touristen hingegen nur selten zu hören. Dabei wird die moselfränkische Sprachvarietät des Westmitteldeutschen von rund 70 Prozent der Einwohner als Muttersprache gesprochen. Das seit 1984 mit dem Status einer National- und mündlichen Amtssprache versehene Luxemburgisch weist zahlreiche Lehnwörter aus dem Französischen auf. Es ist umstritten, ob es sich bei der luxemburgischen Sprache um eine eigenständige Sprache handelt. Weiterlesen

Weißrussisch kämpft seit Jahren gegen die Unterdrückung

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Dass Sprachen ein Ausdruck von Freiheit und Unabhängigkeit sein können, beweist das Weißrussische, das teilweise auch als Belarussisch bezeichnet wird. Lange Zeit, vor allem unter der Herrschaft Stalins sowie während der Zugehörigkeit zur Sowjetunion, wurde die Sprache unterdrückt. Auch heute noch wird das Weißrussische − obwohl es rund 300.000 Muttersprachler aufweist − hauptsächlich von Intellektuellen verwendet. Vor allem Schriftsteller, Musiker, Künstler, aber auch Wissenschaftler, die teilweise dem linken Spektrum zuzuordnen sind, bedienen sich der Sprache, um ihren Untergang zu verhindern. Der Großteil der weißrussischen Bevölkerung spricht Russisch, ein Teil von ihnen eine Mischsprache aus Russisch und Weißrussisch. Weiterlesen

Bringt die Expo in Kasachstan eine Reform mit sich?

Die kasachische Sprache befindet sich seit Jahren im Umbruch − zumindest was die Schriftsprache angeht. Derzeit wird das kyrillische Alphabet verwendet, das ein wenig abgewandelt wurde. Es weist im Vergleich zum russischen kyrillischen Alphabet neun zusätzliche Buchstaben auf. Diese sollen bestimmte, in Kasachstan übliche Laute wiedergeben. Anfang der 1990er-Jahre hatte die Regierung jedoch beschlossen − den Ländern Zentralasiens sowie des Kaukasus folgend, in denen Turksprachen gesprochen werden −, dass das lateinische Alphabet, das auf dem neuen türkischen Alphabet basiert, verwendet werden soll. Weiterlesen

Slowakisch ist nicht gleich Tschechisch!

Die slowakische Sprache wird gerne in einem Atemzug mit der tschechischen Sprache genannt, da die Slowakei und Tschechien über 70 Jahre den Binnenstadt Tschechoslowakei bildeten. Dementsprechend können sich die beiden Bevölkerungsgruppen trotz unterschiedlicher Sprachen relativ gut miteinander verständigen. Sogar Fernsehprogramme werden in der anderen Landessprache meist ohne Übersetzung ausgestrahlt. Offizielle Dokumente, die entweder auf Tschechisch oder Slowakisch verfasst wurden, werden in der Regel problemlos in Tschechien oder der Slowakei anerkannt. Zudem ist es gesetzlich geregelt, dass jeder die jeweils andere Sprache im Amtsverkehr nutzen darf. Seit einigen Jahren fällt es jedoch besonders der nachkommenden tschechischen Generationen aufgrund der inzwischen über 20-jährigen Trennung immer schwerer, die slowakische Sprache zu verstehen. Weiterlesen

In Äthiopien sind gute Umgangsformen gefragt

Äthiopier setzen großen Wert auf eine angemessene Begrüßung. In rascher Reihenfolge sprechen sie auf Amharisch, der offiziellen Amtssprache, bestimmte Begrüßungsformeln aus. Mitunter kann es vorkommen, dass sie diese mehrfach wiederholen. Erst anschließend wird das eigentliche Gespräch aufgenommen oder das Anliegen vorgetragen. Die Begrüßungsformeln können an die verschiedenen Tageszeiten angepasst werden. In Äthiopien leben ca. 20 Millionen Muttersprachler, gleich vierfach so viele Menschen wenden Amharisch, das zugleich auch Handels- und Arbeitssprache des Landes ist, als Zwei- oder Drittsprache an. Weiterlesen

Wie Plattdeutsch nach Bolivien und Kanada kam

Eine Vielzahl an Sprachen ist uns unbekannt, obwohl sie Teil der germanischen Sprachenfamilie sind. Plautdietsch ist nur eine von ihnen. Dass diese Sprachen uns relativ fremd erscheinen, liegt vermutlich daran, dass Plautdietsch, obwohl es eine niederpreußische Varietät des Ostniederdeutschen („Plattdeutsch“) ist, von Russlandmennoniten überwiegend in Lateinamerika und der Karibik (u. a. Bolivien, Mexiko, Argentinien und Uruguay), in Kanada, den USA sowie in Russland gesprochen wird. In Nordamerika ist Plautdietsch unter dem Begriff Mennonite Low German bekannt. Weiterlesen

Bosnisch bangt um seine Eigenständigkeit

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Aufgrund ihrer Ähnlichkeit in puncto Grammatik, Wortschatz und Rechtschreibung sind die slawischen Sprachen Bosnisch, Serbisch und Kroatisch für Außenstehende nur schwer voneinander zu unterscheiden. Alle drei Sprachen fußen auf einem štokavischen Dialekt. Dank der sprachlichen Gemeinsamkeiten sind die zahlreichen bosnischen Muttersprachler – ihre Zahl wird auf rund 2,5 Millionen Menschen geschätzt − in der Lage, Serbisch und Kroatisch ohne große Probleme zu verstehen. Doch die große Ähnlichkeit der Sprachen untereinander führt oft dazu, dass die bosnische Sprache von einigen Wissenschaftlern nicht als eigenständige Sprache, sondern als eine nationale Varietät der serbokroatischen Sprache angesehen wird. Dieser Umstand führt oft auch zu politischen Diskussionen. Weiterlesen

Hausa − die Sprache des Handels

Afrika und nicht wie vielleicht vermutet Asien stellt den sprachenreichsten Kontinent der Welt. Zwischen 1500 und 2000 verschiedene Sprachen sind bisher bekannt. In Nigeria sollen zum Beispiel rund 510 unterschiedliche Sprachen gesprochen werden, in Kamerun sind es immerhin noch 279 Sprachen. Ein Großteil der afrikanischen Einwohner spricht gleich mehrere Sprachen. In vielen afrikanischen Ländern hat Mehrsprachigkeit eine lange Tradition. Doch die Sprachenvielfalt nimmt Jahr für Jahr ab. In den vergangenen 100 Jahren sind etwa 100 namentlich bekannte Sprachen ausgestorben. Schätzungen gehen davon aus, dass rund 90 Prozent der aktuell verwendeten Sprachen vom Aussterben bedroht sind und sie nach dem Ende des 21. Jahrhunderts der Vergangenheit angehören. Weiterlesen

Georgische Wörter = Kleine Zungenbrecher

Im Vergleich zu anderen Sprachen tanzt das Georgische, das zu den südkaukasischen Sprachen gezählt wird, ziemlich aus der Reihe – zumindest was den Bereich Lautlehre angeht. Das Alphabet, das 33 Buchstaben umfasst und das unter dem Namen Mchedruli bekannt ist, besteht phonologisch betrachtet nicht nur aus Vokalen und Konsonanten, sondern weißt auch Ejektive auf. Hierbei handelt sich um Konsonanten, die gebildet werden, indem oberhalb der Glottis (Stimmritze) ein Verschluss gebildet wird. Parallel wird der Kehlkopf rasch nach oben bewegt, während die Glottis geschlossen bleibt. Auf diese Weise entsteht ein Überdruck, der den Verschluss aufsprengt. Weiterlesen

Frohe Weihnachten!

Mit Blick auf morgen möchten wir uns diesem besonderen Tag linguistisch nähern. Die genaue Herkunft des Wortes Weihnachten ist nicht zweifelsfrei geklärt, da mehrere Theorien bestehen. Als einer der ältesten Belege für das Wort gilt die Textstelle „Minnesangs Frühling VII. IV; 1.1.-4“, die vom bayerischen Minnesänger Herger im Jahr 1190 verfasst wurde. Dort heißt es in der zweiten Zeile: „der ze wîhen naht geborn wart.“ 1838 begannen die Gebrüder Grimm mit der Erstellung des „Deutschen Wörterbuchs“. Das aufwendige Werk, das der deutschen Sprache auf den Grund geht, wurde erst 1961 fertiggestellt. Auch hier wird die Formulierung wîhe naht als ursprüngliche Bezeichnung angegeben, die damals als Übertragung des lateinischen Begriffes nox sancta (dt. heilige, geweihte Nacht) verstanden wurde. Weiterlesen

Was die etruskische Sprache mit einer Mumie zu tun hat

Wie wir wissen, sind nicht alle Sprachen erhalten geblieben. Vor allem zahlreiche Sprachen, die im Mittelmeerraum verbreitet waren, sind inzwischen ausgestorben. Zu ihnen zählen zum Beispiel das Ligurische, das Venetische sowie das Etruskische. Letztere ist fast ausschließlich durch Inschriften überliefert. Die etruskische Sprache wurde zwischen dem 9. Jahrhundert vor Christus und dem 1. Jahrhundert nach Christis von den Etruskern verwendet. Sie wurde in der antiken Landschaft Etrurien gesprochen, die in Mittelitalien zu finden war. Zur Landschaft Etrurien wurde der nördliche Teil des heutigen Latium, Teile Umbriens und sowie die Toskana gezählt. Weiterlesen

In Taiwan ist alles anders

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Mandarin ist auf der Welt weit verbreitet. So wird es unter anderem auch auf der demokratischen Insel Taiwan gesprochen, wo es ebenfalls als offizielle Landessprache geführt wird. Jedoch unterscheiden sich die Schriftzeichen größtenteils voneinander, denn in Taiwan werden oft noch traditionelle, komplexe Zeichen (Han-Zeichen) verwendet. Diese sind in China, wo in den 1950er-Jahren zahlreiche Schriftzeichen vereinfacht wurden, meist nur noch in altchinesischen Texten zu finden. Auch hinsichtlich der Aussprache sowie der Grammatik sind Abweichungen zu verzeichnen. Weiterlesen

Quechua − Sprache oder Sprachfamilie?

Die spanische Sprache ist in Lateinamerika weit verbreitet, doch in vielen Ländern ist sie nicht die einzige Amtssprache. In Bolivien zum Beispiel ist Quechua ebenfalls weit verbreitet und gilt dort als Amtssprache. Auch in Peru zählt sie zu den Amtssprachen, jedoch nur in den Orten, wo sie vorherrscht. Derzeit soll es rund 7-10 Millionen Sprecher geben. Da nicht von allen Staaten, in denen Quechua gesprochen wird, Erhebungen vorliegen, schwankt die Zahl der geschätzten Sprecher stark. Dennoch rangiert die Sprache in Lateinamerika hinter Spanisch und Portugiesisch an dritter Stelle. Weiterlesen

Haben Sie eine Idee, womit sich die Bohemistik befasst?

Die Bohemistik untersucht die tschechische Literatur sowie Sprache, die früher auch als böhmische Sprache bezeichnet wurde. Diese ist Teil der indogermanischen Sprachfamilie. Tschechisch wird nicht nur in Tschechien, sondern auch in Österreich, der Slowakei sowie in Rumänien gesprochen. Die Zahl der Muttersprachler beläuft sich auf rund 12 Millionen Menschen. Bei den ältesten erhaltenen Schriftstücken, die auf Alttschechisch verfasst wurden, handelt es sich hauptsächlich um religiöse Lieder und Glossen. Sie stammen überwiegend aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Weiterlesen

Was die baskische Sprache so einzigartig macht

Einen Sonderstatus innerhalb der europäischen Sprachen nimmt das Baskische ein, das von seinen rund 800.000 Sprechern als Euskara bezeichnet wird: Hierbei handelt es sich um eine isolierte Sprache. Dies bedeutet, dass das Baskische keine genetischen Verwandtschaftsverhältnisse mit einer anderen bekannten Sprache aufweist. Alle anderen Sprachen, die in Europa gesprochen werden, können in die vier vorherrschenden Sprachfamilien (semitische Sprache, indogermanische Sprachen, Turksprachen und uralische Sprachen) eingeordnet werden. Zugleich ist sie die einzige nichtindogermanische Sprache, die in Westeuropa verwendet wird. Weiterlesen

Die Maa-Sprache setzt auf ungewöhnliche Betonungen

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Viele von Ihnen haben sicherlich das Buch „Die weiße Massai“ von Corinne Hofmann (*1960) gelesen. In diesem erzählt die Schweizerin von ihrem zeitweiligen Leben an der Seite eines Samburukriegers. Dass das Volk Samburu wie auch die Volksgruppe Massai in Kenia leben, ist den meisten Menschen dank des erfolgreichen Lebensberichts bekannt. In welcher Sprache sie sich unterhalten, ist jedoch nur wenigen Personen im Gedächtnis geblieben. Beide Volksgruppen nutzen die Sprache Maa als Verständigungsmittel. Maa wird nicht nur in Kenia, sondern auch in Tansania gesprochen. Es wird zu den Nilo-saharanischen Sprachen gezählt. Weiterlesen

Warum das Bretonische vom Aussterben bedroht ist

Letzte Woche haben wir die keltische Sprache Walisisch vorgestellt, die eine Sonderfunktion in diesem Bereich einnimmt: Sie weist von allen keltischen Sprachen die meisten Muttersprachler auf. Doch auch das Bretonische, das ebenfalls Teil der britannischen Untergruppe ist, nimmt eine Sonderstellung ein. Es auf dem europäischen Festland die einzige moderne keltische Sprache. Da sich jedoch die Zahl der Sprecher stets verringert, wird das Bretonische inzwischen zu den ernsthaft gefährdeten Sprachen gezählt. Die Sprache droht auszusterben. Derzeit sollen laut Schätzungen rund 250.000 Menschen der Sprache mächtig sein. Ein Großteil der Sprecher ist jedoch über 60 Jahre alt. Weiterlesen

Filipino, die Sprache der Masse

Vor dem kalten und tristen Regenwetter in Deutschland flüchten sich derzeit viele in sonnigere Gefilde. Die Philippinen stehen hoch im Kurs. Um sich mit den Einheimischen verständigen zu können, sollten Sie ein wenig Filipino beherrschen, das als Amts- und Nationalsprache des weltweit fünftgrößten Inselstaates gilt. Es hat sich aus der Sprache Tagalog entwickelt. Tagalog war am 13. November 1937 vom Surian ng Wikang Pambansa, dem Institut für die Nationalsprache, zur Nationalsprache erhoben worden. Doch es kam zu Unstimmigkeiten, zahlreiche Einwohner bevorzugten andere Regionalsprachen. So entstand die Sprache Filipino, die 1961 Nationalsprache wurde. Weiterlesen

Wird sich Lettisch je als Hauptsprache durchsetzen?

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Nicht nur in Belgien sind die dort vorherrschenden Sprachen immer wieder ein Streitthema, auch in Lettland wird darüber diskutiert, ob Lettisch zur Hauptsprache erhoben werden soll oder nicht. Während ein Großteil der lettischen Einwohner, die rund 62 % der Gesamtbevölkerung ausmachen, sich für die lettische Sprache ausspricht, versucht die russische Minderheit, deren Bevölkerungsanteil bei fast 27 % liegt, dies zu verhindern. Sie fühlen sich diskriminiert, da in der 10.-12. Klasse einer russischen Schule mindestens 60 % des Unterrichts in Lettisch durchgeführt werden muss. Weiterlesen

Suaheli – von Bäumen und Insekten

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Wenn sich so mancher von seinem Gegenüber nicht richtig verstanden fühlt, fällt häufig unbedacht der etwas flapsige Satz „Spreche ich Suaheli oder was?“. In der Tat ist Suaheli vor allem aufgrund der recht komplexen Grammatik nicht einfach zu vermitteln und zu verstehen. Suaheli, das auch unter den Namen Swahili und Kisuaheli bekannt ist, wird vor allem als Verkehrssprache in Ostafrika gesprochen. Die Bantusprache, die meist gesprochene ihrer Art, ist die Muttersprache der Swahiligesellschaft. Mehr als 80 Millionen Sprecher sind weltweit zu verzeichnen. Der Anteil der Muttersprachler fällt mit 5-10 Millionen Sprecher relativ gering aus. Weiterlesen

Welche Sprache verbirgt sich hinter dem Begriff Lallans?

In Schottland wird nicht nur Schottisches Englisch gesprochen, das sich vor allem hinsichtlich der Aussprache vom Standardenglisch unterscheidet, die Einheimischen haben sich ihre ganz eigene Sprache bewahrt. Schottisch, das als Lowland Scots oder Lallans bezeichnet wird, ist dort ebenfalls weit verbreitet. Rund ein Drittel der Schotten ist der Sprache mächtig. Der schottisch-englische Dialekt ist wie auch das Englische als Amtssprache anerkannt. Er wird mit Blick auf die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen in die Kategorie „Regionalsprache“ eingeordnet. Weiterlesen

Sprachenstreit in Belgien

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Während in vielen Ländern bereits früh Einigkeit darüber bestand, welche Sprache als Amtssprache geführt wird, herrschte in Belgien lange Zeit der sogenannte Sprachenstreit. Auch heute noch kommt es regelmäßig zu politischen Auseinandersetzungen, wenn das sensible Thema angesprochen wird. Offiziell werden Französisch, Niederländisch sowie Deutsch als Landessprachen geführt. Jeder Bürger hat die freie Wahl, in welcher Sprache er sich verständigen möchte, doch beim öffentlichen Dienst, u. a. Verwaltungen und Gerichte, sieht es anders aus. Verschiedene Regeln schreiben vor, welche Sprache innerhalb und zwischen den Diensten sowie gegenüber den belgischen Einwohnern verwendet werden muss. Weiterlesen

Bei Dichtern äußerst beliebt: Persisch

Dass Persisch, das auch unter dem Begriff Farsi geläufig ist, im Mittelalter zu den bedeutendsten Gelehrten- und Literatursprachen gezählt wurde, ist den meisten Menschen nicht bewusst. Zu den wichtigsten Dichtern zählen u.a.Nezāmi (um 1141−1205), Firdausi (940/941−1020) und Omar Khayyām (1048−1131). Firdausi verfasste mit „Schāhnāme“ das Nationalepos der persischen Sprache schlechthin. Es umfasst ca. 60.000 Verse und gilt weltweit als das größte Epos, das von einem einzelnen Dichter geschrieben wurde. Weiterlesen

Wie die mazedonische Sprache eigenständig wurde

800px-Vardarriver-skopjeDas Mazedonische hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. In Bulgarien zum Beispiel wurden die einzelnen Dialekte aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit dem Bulgarischen lange Zeit als bulgarische und nicht als mazedonische Dialekte klassifiziert. Zahlreiche Bulgaren setzen heute immer noch das Bulgarische − die mazedonischen Dialekte miteingerechnet − mit dem Ostsüdslawischen gleich. Im Rahmen der Linguistik werden die mazedonische Sprache sowie das Bulgarische jedoch als jeweils eigenständige Sprachen gelistet. Sie werden der östlichen Gruppe der südslawischen Sprachen zugeordnet. Heute sprechen rund 2 Millionen Menschen Mazedonisch als Muttersprache, ein Großteil der Muttersprachler lebt in Mazedonien. Weiterlesen

1 Jahr linguaviva-Sprachenblog!

Heute sind wir in doppelter Feierlaune: Wir freuen uns nicht nur darüber, dass die deutsche Nationalmannschaft mit dem Weltmeisterpokal nach Deutschland zurückgekehrt, ist, wir feiern gleichzeitig Bloggeburtstag. Vor genau einem Jahr haben wir unseren Sprachenblog ins Leben gerufen und stellen seitdem wöchentlich eine neue Sprache vor. Diesen besonderen Tag haben wir zum Anlass genommen, um uns heute einmal unserer eigenen Sprache, dem Deutschen zu widmen. Sie rangiert auf Platz zehn der am häufigsten gesprochenen Sprachen weltweit, zugleich ist sie die meistgesprochene Muttersprache in der Europäischen Union. Insgesamt sind rund 6.500-7.000 verschiedene Sprachen zu verzeichnen, die weltweit gesprochen werden, in Europa allein sind es etwa 150 Sprachen. Mit 832 Sprachen hat Papua-Neuguinea die größte Sprachenvielfalt zu bieten. Weiterlesen

Der schwere Stand der hawaiianischen Sprache

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Während Englisch die am weitesten verbreitete Sprache ist und sich Hochchinesisch als meistgesprochene Sprache der Welt großer Beliebtheit erfreut, ist die hawaiianische Sprache vom Aussterben bedroht. Auf den einzelnen Hawaii-Inseln wird die Sprache der polynesischen Ureinwohner seit Jahren vom Englischen verdrängt. Um die Sprache zu erhalten, wurden unter anderem hawaiianischsprachige Schulen errichtet und die hawaiianische Sprache im Jahr 1978 zur Amtssprache erhoben. Vor allem auf der Insel Ni’ihau, auf der weniger als 200 Menschen leben wird die hawaiianische Sprache gepflegt. Die Insel befindet sich in Privatbesitz und ist daher für Touristen kaum zugänglich. Ni’ihau darf nur mit einer speziellen Genehmigung betreten werden. Die Besitzer sind bestrebt, die traditionelle hawaiianische Lebensweise, inklusive der Sprache, zu erhalten. Weiterlesen

Maltesisch und seine Sonderstellung in der Welt

Trotz der Nähe zu Italien gilt im Zwergenstaat Malta nicht die italienische Sprache, die bis zum Jahr 1934 Gerichts- und Verwaltungssprache war und die noch heute von vielen Einwohnern beherrscht wird, als Amtssprache, sondern Englisch. Dies liegt daran, dass der südeuropäische Inselstaat bis zum 21. September 1964 britische Kolonie war. Die Malteser haben sich trotz der vorherrschenden Sprache der Kolonialmacht, die von einem Großteil der Bevölkerung gesprochen wird, über all die Jahre ihre eigene Sprache bewahrt. Das Maltesisch ist heute ebenfalls Amtssprache. Weiterlesen

Haben Roma eine gemeinsame Sprache?

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Obwohl die Roma über zahlreiche Länder verstreut sind – ein Großteil der europäischen Roma lebt in Rumänien und Bulgarien −, können sie eine gemeinsame Sprache aufweisen: Romani. Diese wird auch von den Sinti gesprochen. Sie unterscheidet sich jedoch von Region zu Region. In einigen Teilen Mazedoniens sowie im Kosovo ist Romani offizielle Amtssprache, in Deutschland, Österreich, Schweden, Finnland, Norwegen, Slowenien, Ungarn und Rumänien ist es eine anerkannte Minderheitensprache. Weiterlesen

Utopie oder Zukunft: Sich mittels Esperanto weltweit verständigen

Haben Sie im Urlaub oder auf einer Dienstreise zufällig schon einmal jemanden Esperanto sprechen hören? Leider lässt sich die Sprache nicht auf ein bestimmtes Land reduzieren, in dem Sie das Glück haben könnten, auf einen Esperantosprecher zu treffen, denn bei Esperanto handelt es sich nicht um eine natürlich entstandene Sprache, sondern um eine Plansprache, die weltweit gesprochen wird. Der russische Philologe und Augenarzt Ludwik Lejzer Zamenhof (1859−1917) entwickelte die Grundlagen der Sprache, die auch heute noch Verwendung finden, und veröffentlichte diese im Jahr 1887. Er verfolgte das Ziel, mittels der gemeinsamen Sprache eine grenzübergreifende Verständigung zu ermöglichen. Weiterlesen

Jiddisch – eine Sprache erobert New York

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Wenn Sie als Deutscher durch New York schlendern, werden Sie zu Ihrer Verwunderung schnell feststellen, dass Sie kein Englisch können müssen, um einige Werbebotschaften, Firmennamen sowie Ausdrücke verstehen zu können, denn der Big Apple ist weltweit die Stadt mit den meisten jüdischen Einwohnern. Zwischen einer und zwei Millionen Juden leben in New York. Jiddisch ist dort dementsprechend weit verbreitet, es wird von zahlreichen Muttersprachlern, meist orthodoxen Juden, weiterhin gesprochen und gelehrt. Gebräuchlich sind in New York z. B. die Begriffe „macher“, „kaput“ oder „haimisch“. Sie haben sich vor Jahren teilweise unbemerkt in den Wortschatz der New Yorker eingeschlichen. Viele von ihnen wissen nämlich nicht, dass diese ihren Ursprung im Jiddischen haben. Weiterlesen

Sprachenvielfalt in Südafrika

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Insgesamt elf Amtssprachen werden offiziell in Südafrika geführt. Nur Bolivien und Indien haben mehr Amtssprachen zu verzeichnen. Neben Afrikaans, das von rund sieben Millionen Südafrikanern gesprochen wird, sind in Südafrika verschiedene Bantusprachen stark verbreitet. Am häufigsten − die Zahl der Sprecher im gesamten Verbreitungsgebiet wird auf 75−80 Millionen geschätzt – wird die Bantusprache Swahili, die auch unter dem Namen Suaheli bekannt ist, gesprochen. Als eine Art Verkehrssprache unter den verschiedenen Kulturen gilt das Südafrikanische Englisch, mit dem sich die unterschiedlichen Muttersprachler bei Bedarf untereinander verständigen können. Weiterlesen

In Ungarn sind Runen wieder aktuell

So langsam beginnt wieder die Reisezeit, die Sommerferien rücken näher. Viele zieht es zu den Budapester Bädern, die bereits von den Römern aufgesucht wurden. Damit Sie mit den Einheimischen in Kontakt treten können, sollten Sie unbedingt die ungarische Sprache beherrschen, denn diese ist die einzige Amtssprache im Land. Dies wurde auf der Nationalversammlung, die zwischen 1843 und 1844 abgehalten wurde, offiziell festgelegt. Weiterlesen

So unterschiedlich kann die deutsche Sprache sein

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Am Wochenende hat in Kopenhagen der Travestie-Künstler Tom Neuwirth alias Conchita Wurst mit dem Lied „Rise like Phoenix“ für Österreich den Eurovision Song Contest gewonnen. Hätte er in seiner Landessprache, wie es zwischen 1966 und 1972 sowie zwischen 1977 und 1998 üblich war, singen müssen, so wäre dies bekanntermaßen Deutsch gewesen. Doch das in seiner Heimat angewendete Deutsch unterscheidet sich vielfach von dem in der Bundesrepublik gesprochenem Deutsch. Die Varietät wird auch als Österreichisches Deutsch bezeichnet und wird in Österreich von rund 89 % der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen. Weiterlesen

Welche Sprache wird eigentlich in Estland gesprochen?

Während die nordeuropäischen Sprachen Finnisch, Schwedisch und Norwegisch weltweit bekannt sind und sich zahlreicher (Nachwuchs-)Sprecher erfreuen, fristet das Estnisch ein Schattendasein. Dies mag daran liegen, dass das eesti keel, so die Eigenbezeichnung der Esten für ihre Sprache, insgesamt nur von etwas mehr als 1 Million Menschen als Muttersprache gesprochen wird. Zudem ist es einzig in Estland und der Europäischen Union Amtssprache. Dementsprechend ist das Estnisch, das eng mit dem Livischen, das in der lettischen Provinz Kurland gesprochen wird, und dem Finnischen verwandt ist, nicht allzu weit verbreitet. Weiterlesen

In Pakistan sich mithilfe von Urdu gewählt ausdrücken

In Pakistan herrscht eine große Sprachenvielfalt: Mehr als 50 verschiedene Sprachen werden dort gesprochen, offiziell sind es jedoch nur sieben. Die beiden Amtssprachen sind Englisch und Urdu. Darüber hinaus sind die Regionalsprachen Paschtunisch, Belutschi, Saraiki, Sindhi und Panjabi anerkannt. Als Verkehrssprache zwischen den zahlreichen Sprachen fungiert allgemein Urdu, das auch in einige Bundesstaaten Indiens (z. B. Delhi und Andhra Pradesh) gesprochen wird. In Pakistan wird die zum indoiranischen Zweig zählende Sprache von rund 10 Millionen Muttersprachlern gesprochen. Weiterlesen

Die Rolle des Biblischen Aramäisch in früherer Zeit

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Anlässlich der bevorstehenden Osterfeiertage laufen in den nächsten Tagen wieder zahlreiche Bibel- und Monumentalfilme im Fernsehen. Eine kleine Besonderheit bietet der Film „Die Passion Christi“ (2004) von Mel Gibson, denn dieser wurde in aramäischer, lateinischer und hebräischer Sprache gedreht. Aramäisch wird in verschiedene Kategorien unterteilt. Von großer Bedeutung ist das Biblische Aramäisch, das zur Kategorie Mittelaramäisch gezählt wird. Mittelaramäisch entstand ungefähr um 2000 v. Chr. Weiterlesen

Kanadisches Englisch – Von vielen Sprachen beeinflusst

In Kanada wird nicht nur Kanadisches Französisch, vor allem in der Provinz Québec, wo sie die einzige Amtssprache ist, sondern auch Englisch gesprochen. Es orientiert sich stärker am Amerikanischen Englisch als am Britischen Englisch. Zwar können rund 84 Prozent der Kanadier Englisch sprechen, dennoch ist Kanadisches Englisch die Muttersprache von nur rund 60 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Kanadier legen großen Wert darauf, dass sich ihre Sprache bedeutend von den beiden großen englischen Sprachvarietäten unterscheidet. Ihre Wörter und Ausdrücke sind in der Sammlung „Dictionary of Canadianisms on Historical Principles“ das 1967 zum ersten Mal erschien, festgehalten. Weiterlesen

Isländische Dicht- und Schreibkunst

An Abenteuer und eisige Weiten lässt uns Island denken. Der zweitgrößte Inselstaat Europas nach dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland verfügt zudem über zahlreiche aktive Vulkane (z. B. Hekla), die Hauptinsel gilt als größte Vulkaninsel der Welt. Die rund 320.000 Einwohner unterhalten sich auf íslenska, so die Eigenbezeichnung der Einheimischen für das Isländische. Die Sprache entstammt dem germanischen Zweig und hat seit ihrer Entstehung kaum Veränderungen durchgemacht. Daher wird dem Isländischen oft eine nahe Verwandtschaft zum Altnordischen, das mit dem Beginn der Wikingerzeit um 800 an Bedeutung gewann, nachgesagt. Weiterlesen

In der EU noch recht neu: Kroatisch

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Eine der noch recht jungen Amtssprachen der Europäischen Union ist das Kroatische. Als bisher letzte Amtssprache wurde es am 1. Juli 2013 durch den Beitritt Kroatiens zur EU in den Kreis der insgesamt 24 offiziellen Amts- und Arbeitssprachen aufgenommen. So haben nun auch Kroaten wie alle anderen EU-Bürger das Recht, sich in ihrer Mutterssprache, aber auch in einer der 23 anderen Amtssprachen an die Organe der EU zu wenden. Sie können darauf bestehen, in der gewählten Sprache eine Antwort zu erhalten. Weiterlesen

Warum man mit der falschen Aussprache in Thailand schnell ins Fettnäpfchen treten kann

Wie wichtig Betonungen einzelner Silben und Wörter sein können, zeigt sich in der thailändischen Sprache. Sie entscheiden über den Sinn und die Bedeutung eines Wortes, wenn nicht gar eines kompletten Satzes, denn beim Thai handelt es sich um eine Tonsprache. Insgesamt fünf Betonungen (1. mittlerer Ton, 2. tiefer Ton, 3. fallender Ton, 4. hoher Ton, 5. steigender Ton) sind hier von großer Bedeutung. Begleitet werden die Betonungen durch entsprechende Handbewegungen. Beim steigenden Ton wird die Hand zum Beispiel wie ein V von oben nach unten und von unten wieder nach oben bewegt. Weiterlesen

Karneval feiern auf Portugiesisch

Gestern fanden mit den großen und kleinen Rosenmontagsumzügen die Karnevalsfeierlichkeiten in Deutschland ihren Höhepunkt. Auch in Brasilien wird derzeit fleißig gefeiert, auf dem Karnevalsboulevard Sambódrom sind derzeit Tausende Tänzerinnen und Tänzer aus den besten Sambaschulen des Landes zu bestaunen. Wenn Sie nächstes Jahr den weltberühmten Straßenkarneval eventuell einmal selbst miterleben möchten, sind für Sie vielleicht die nachfolgenden Informationen ganz interessant. Weiterlesen

Das Sumerische ist der Rentner unter den Sprachen

Die älteste Sprache, für die eine Schrift erfunden wurde, ist nicht etwa das Altgriechische oder das Chinesische, wie man vielleicht vermuten mag, sondern die sumerische Sprache. Die Schrift soll um 3200 v. Chr. entstanden sein. Hierauf schließen Funde in Uruk, dem heutigen Warka. Die Stadt liegt rund 20 km östlich des Euphrats in irakischem Gebiet. Die Sprache ist bereits seit Langem ausgestorben, sie wurde bis ungefähr 1700 v. Chr. in Südmesopotamien als Alltagssprache gesprochen. Als Wissenschafts-, Religions-und Literatursprache hielt sich das Sumerische in Mesopotamien noch bis zum 1. Jh. v. Chr. Weiterlesen

Monegassisch – Die Sprache der Fürsten

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Spätestens als Fürst Rainier (1926−2005) im Jahr 1956 die US-amerikanische Schauspielerin Grace Kelly (1929−1982), später Fürstin Gracia Patricia von Monaco, heiratete, rückte das Leben der einzelnen Mitglieder der Grimaldifamilie in den Fokus verschiedener Boulevardblätter und Nachrichtenmagazine. Die Einwohner des Stadtstaates, der von Frankreich umschlossen ist, tauschen sich über die neusten Gerüchte nicht nur in der Amtssprache Französisch, sondern auch in der weniger bekannten Sprache Monegassisch aus. Hierbei handelt es sich um einen romanischen Dialekt, der Teil der ligurischen Sprache ist. Diese wird vorwiegend in der italienischen Küstenregion Ligurien und an der Côte d’Azur gesprochen. Weiterlesen

Im ständigen Wettstreit: Ukrainisch und Russisch

Bereits seit Monaten protestieren Tausende Menschen in der Ukraine, angeführt vom Profiboxer Vitali Klitschko (*1971), gegen die Staatsführung rund um den Präsidenten Wiktor Janukowytsch (*1950) und fordern unter anderem dessen Rücktritt. Doch in welcher Sprache finden eigentlich diese Proteste statt? Die Schriftzeichen, die auf den Plakaten auftauchen, können recht schnell mit russischen Sätzen verwechselt werden, denn die ukrainische Sprache bedient sich ebenfalls des kyrillischen Alphabets. In früheren Zeiten wurde das Ukrainische auch als Kleinrussisch bezeichnet. Doch sie ist eine eigenständige Sprache, die dem slawischen Zweig zugeordnet wird. Weiterlesen

Französisch und sonst keine andere Sprache!

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Am Freitag beginnen in Sotschi (Russland) die XXII. Olympischen Winterspiele. Bis zum 23. Februar werden 98 Wettbewerbe in sieben Sportarten ausgetragen. Insgesamt 87 Nationen nehmen an den Olympischen Winterspielen an der „Russischen Rivera“ teil. Betreut und organisiert werden die Olympischen Spiele vom Internationalen Olympischen Komitee, das derzeit von Thomas Bach geleitet wird. Innerhalb des Komitees, das seinen Sitz in Lausanne in der Schweiz hat, wird offiziell nicht nur Englisch, sondern auch Französisch gesprochen. Grund genug, sich der Sprache einmal intensiver zu widmen, die viele von uns in der Schule gelernt haben. Weiterlesen

Althochdeutsch − Die Sprache unserer Vorfahren

dat gafregin ih mit firahim /
firiuuizzo meista  ∙ dat ero ni /
uuas ∙ noh ufhimil ∙ noh paum /
noh perig noh uuas ∙ni […] noh heinig/
noh sunna ni scein ∙ noh mano/
ni liuhta ∙ noh der mareo seo

Was wie eine sinnlose Aneinanderreihung von Buchstaben oder wie ein Auszug aus einem lateinischen Text anmutet, ist der Beginn des Wessobrunner Gebets, eines der ältesten Zeugnisse des Althochdeutschen. Bei dem Gebet handelt es sich um das älteste christliche Gedicht der deutschsprachigen Literatur, das erhalten ist. Es wird in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufbewahrt. Es ist Teil einer Pergament-Sammelhandschrift, die 814 erstellt wurde und dessen Inhalt in Latein niedergeschrieben wurde. Das Wessobrunner Gebet ist der einzige Text, der auf Althochdeutsch verfasst wurde. Er muss vor 814 entstanden sein. Der Verfasser sowie der Entstehungsort sind unbekannt. Weiterlesen

Hat die Maori-Sprache eine Zukunft?

Letzte Woche haben wir bereits gelernt, dass rund 98 Prozent der Bevölkerung Neuseelands Neuseeländisches Englisch sprechen. Trotz des hohen Prozentsatzes ist sie nicht die einzige Sprache, die auf dem Inselstaat gesprochen wird. Ein geringer Teil der Bewohner unterhält sich auf Te Reo Maori, kurz Maori. Es ist die Sprache der Ureinwohner des Landes. Die Zahl der Sprecher nimmt von Jahr zu Jahr kontinuierlich zu, nachdem sie 1987 zur offiziellen Amtssprache erhoben wurde. Zuvor drohte die Sprache immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Inzwischen können Schülerinnen und Schüler von privaten und öffentlichen Schulen Maori als Wahlfach belegen. Zudem werden regelmäßig Maori-Wochen und ähnliche Aktionen, die auf die Sprache aufmerksam machen, abgehalten. Weiterlesen

Sprachvielfalt in Neuseeland

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So wie sich das Schweizerdeutsch (Schwyzerdütsch) in vielen Punkten von unserem Deutsch unterscheidet, weist auch das Neuseeländische Englisch Unterschiede zum gängigen Britischen Englisch auf, da viele Wörter aus der Maori-Sprache Eingang in das Neuseeländische Englisch gefunden haben. Trotz des Einflusses der Sprache der Ureinwohner Neuseelandes weist das Englisch, das von rund 98 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird, eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Australischen Englisch auf. Ihnen ist bis auf einige Ausnahmen bei bestimmten Wörtern und Begriffen die Aussprache gemeinsam. Weiterlesen

Neu auf dem Lehrplan: Bulgarisch

Seit dem 01. Januar 2014 dürfen Bulgaren neben Rumänen uneingeschränkt auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig werden. Grund genug, um die Sprache unser möglichen neuen Arbeitskollegen ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Bulgarisch wird zu den südslawischen Sprachen gezählt und ist eng verwandt mit dem Serbischen und Kroatischen. Wie im Russischen werden kyrillische Schriftzeichen verwendet. Bei den insgesamt 30 verschiedenen Schriftzeichen handelt es sich um die bulgarische Variante der kyrillischen Schrift. Vor der Rechtschreibreform im Jahr 1945 wies das Alphabet zwei weitere Buchstaben auf, die inzwischen jedoch endgültig abgeschafft wurden. Bulgarisch ist eine der ältesten slawischen Sprachen, die schriftlich dokumentiert ist. Weiterlesen

Neujahrsgrüße aus Korea

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Bis zum Neujahrstag in Korea ist es noch ein wenig hin: Im Gegensatz zu den meisten Ländern wird in Nord- und Südkorea nicht am 1. Januar Neujahr gefeiert, sondern gemäß dem chinesischen Mondkalender an dem Tag, an dem zwischen dem 21. Januar und dem 20. Februar der Neumond am Himmel steht. 2014 findet der Neujahrstag am 31. Januar statt. So haben Sie noch wenig Zeit, sich den Neujahrsgruß der Koreaner einzuprägen. Dieser lautet Saehae Bok Manhi Bateuseyo und wird durch die Schriftzeichen 새해 복 많이 받으세요  ausgedrückt. Die einzelnen Bestandteile lassen sich wie folgt übersetzen: 새해 = Neues Jahr, 복 = Glück, 많이 = viel, 받으세요 = bekommen. Weiterlesen

Weihnachten in Schweden

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So kurz vor Heiligabend möchten wir uns (sprachlich) den Weihnachtsfeierlichkeiten in Schweden widmen. In der Adventszeit werden Ihnen in der Heimat von ABBA, Pippi Langstrumpf & Co. immer wieder Wörter in der Kombination mit dem Begriff Jul über den Weg laufen, denn jul bedeutet so viel wie Weihnachten. Daher wünschen sich alle Schweden untereinander auch God Jul. Weiterlesen

Sprechen wir gelegentlich Arabisch?

Die arabische Sprache scheint so fern und ist doch so nah! In vielen Fällen ist uns häufig nicht bewusst, dass wir es mit einem ursprünglich arabischen Ausdruck zu tun haben. Das Wort Admiral stammt zum Beispiel vom arabischen al amir („Befehlshaber“), Gazelle von ghazala („wilde Ziege) und Karaffe von garaff („weitbauchige Flasche“). Nicht immer sind die Wörter als arabische Begriffe auszumachen, da sich ihre Stammform im Laufe der Jahrhunderte stark verändert hat. Dies änderte sich erst, als der Buchdruck erfunden wurde. Die in früherer Zeit sonst mündlich überlieferten Wörter konnten nun einer bestimmten Schreibweise zugeordnet werden. Zuvor waren diese nur dem Gehör nach aufgeschrieben und weitergeleitet worden. Ein Teil der arabischen Wörter entstammen wiederum dem Griechischen. Weiterlesen

Das wundersame Französisch der Québécois

Wie auch Englisch wird Französisch in mehreren Ländern gesprochen. Neben Frankreich sind dies zum Beispiel Belgien, die Schweiz, Luxemburg, Monaco und Kanada. Auch in vielen, auf dem afrikanischen Kontinent beheimateten Ländern wie dem Senegal, Togo oder der Elfenbeinküste wurde Französisch zur Amtssprache erhoben. Dies ist ein Überbleibsel der französischen Kolonialzeit. Heute möchten wir uns jedoch ein wenig genauer dem im kanadischen Québec gesprochenem Französisch widmen. Weiterlesen

Die Mutter vieler Sprachen: Niederländisch

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Letzte Woche haben wir bereits erfahren, dass sich das in Südafrika und Namibia gesprochene Afrikaans aus dem Niederländischen entwickelt hat. Doch wie ist es eigentlich um die Sprache unserer Nachbarn bestellt, die von insgesamt rund 25 Millionen Menschen gesprochen wird? Welche Besonderheiten machen sie aus? Auffällig sind natürlich die vielen Doppelvokale. Diese sind im Niederländischen gekoppelt an die Aussprache. Bei einer geschlossenen Silbe wird meistens diese Doppelschreibung in Anspruch genommen. Was ist jedoch genau eine geschlossene Silbe? Diese endet auf einen Konsonanten, eine offene Silbe hingegen auf einen Vokal. Daher sagen die Niederländer z. B. jaar. Weiterlesen

In welcher Verbindung Afrikaans mit den Niederlanden steht

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Hinsichtlich der Sprache Afrikaans stellt sich zu Beginn stets die Frage, ob es sich hierbei eigentlich um eine afrikanische Sprache handelt oder eben nicht. Offiziell ist sie eine der insgesamt elf Amtssprachen, die in Südafrika verwendet werden. Darüber hinaus ist sie in Namibia eine anerkannte Minderheitensprache. Doch Afrikaans wird sprachlich und historisch dem indogermanischen Zweig zugeordnet. Die Sprache hat sich aus dem Neuniederländischen entwickelt, das im 17. Jahrhundert gesprochen wurde. Über sechs Millionen Menschen sprechen Afrikaans als Muttersprache, weitere 12−16 Millionen gelten als Zweitsprachler. Somit ist Afrikaans die dritthäufigste gesprochene Sprache in Südafrika. Weiterlesen