Slowenisch weist zahlreiche Bezüge zu Kärnten auf

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Wer hätte gedacht, dass das Slowenische hinsichtlich der Aussprache eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Deutschen aufweist? So werden die slowenischen Vokale a, i und u sowie ein Großteil der slowenischen Konsonanten wie die entsprechenden deutschen Vokale und Konsonanten ausgesprochen. Die Ähnlichkeit kommt jedoch nicht von ungefähr, schließlich handelt es sich bei Slowenisch um eine indogermanische Sprache. Die Entstehung der slowenischen Sprache wird im slawischen Fürstentum Karantanien vermutet. Dieses lag im heutigen Gebiet Kärnten. Auch in der Mark Krain, die dem Herzogtum Kärnten vorgelagert war, war die slowenische Sprache weit verbreitet.

Da Karantanien lange Zeit von verschiedenen Völkern bewohnt wurde, u. a. Alpenslawen, romanisierte Kelten, Römern sowie möglicherweise Awaren, weisen die slowenischen Dialekte zahlreiche Einflüsse unterschiedlicher Sprachen auf. Zudem ist Slowenisch historisch bedingt eng verwandt mit dem Slowakischen und dem Tschechischen. Auch mit dem kajkavischen Dialekt der kroatischen Sprache sind Ähnlichkeiten auszumachen. Trotz der zahlreichen Gemeinsamkeiten mit anderen Sprachen besitzt die slowenische Sprache ein eigenes Alphabet. Das slowenische Alphabet ist eine Version des lateinischen Alphabets.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde das Slowenische in Deutschland als Windisch bezeichnet. Während Sprachwissenschaftler es ablehnen, das in Österreich gesprochene Slowenisch als slowenisch-deutsche Mischsprache zu bezeichnen, wird es in einigen Kreisen häufig als solches beschrieben. Generell sorgt der Begriff Windisch immer wieder für politische Diskussionen. So wird oft behauptet, dass in Kärnten nicht nur Österreicher und Slowenen leben würden, sondern auch die Gruppe der Windisch. Nur ein kleiner Teil der slowenischsprachigen Bevölkerung bezeichnet sich selbst so, ein Großteil sieht sich als Kärntner Slowenen.