In Ungarn sind Runen wieder aktuell

So langsam beginnt wieder die Reisezeit, die Sommerferien rücken näher. Viele zieht es zu den Budapester Bädern, die bereits von den Römern aufgesucht wurden. Damit Sie mit den Einheimischen in Kontakt treten können, sollten Sie unbedingt die ungarische Sprache beherrschen, denn diese ist die einzige Amtssprache im Land. Dies wurde auf der Nationalversammlung, die zwischen 1843 und 1844 abgehalten wurde, offiziell festgelegt.

Würde die ungarische Sprache eines Tages in Vergessenheit geraten, wie es dem Lateinischen oder dem Sumerischen ergangen ist, wäre dies ein herber Verlust, denn das Ungarische weist eine lange Tradition auf. Die ältesten, auf Ungarisch verfassten Dokumente stammen vermutlich aus dem 9. Jahrhundert. Unter Experten herrscht hierüber jedoch Uneinigkeit. Sie wurden in altungarischer Schrift, die mitunter auch als ungarische Runen bezeichnet wird, abgefasst. Die Schriftart, die von rechts nach links gelesen wird, wurde in Ungarn im Frühmittelalter angewendet. Durch die Jahrhunderte hindurch sind die Runen erhalten geblieben. Heutzutage werden sie in einigen ungarischen Städten und Orten wieder verwendet, um Ortsschilder damit zu versehen.

Ganz gleich, welches Wort Sie im Ungarischen verwenden, es wird stets auf der ersten Silbe betont. Die Länge des Wortes spielt hierbei keine Rolle. Auch Lehnwörter aus anderen Sprachen fallen unter diese Regelung. Das Ungarische kennt im Kasus-Bereich mehr Formen als das Deutsche. Neben den auch bei uns bekannten Formen Nominativ, Dativ und Akkusativ werden unter anderem die Formen Delativ, Sublativ, Illativ, Adessiv, Superessiv, Allativ, sowie Elativ verwendet. Insgesamt beläuft sich ihre Zahl auf 18.