In der EU noch recht neu: Kroatisch

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Eine der noch recht jungen Amtssprachen der Europäischen Union ist das Kroatische. Als bisher letzte Amtssprache wurde es am 1. Juli 2013 durch den Beitritt Kroatiens zur EU in den Kreis der insgesamt 24 offiziellen Amts- und Arbeitssprachen aufgenommen. So haben nun auch Kroaten wie alle anderen EU-Bürger das Recht, sich in ihrer Mutterssprache, aber auch in einer der 23 anderen Amtssprachen an die Organe der EU zu wenden. Sie können darauf bestehen, in der gewählten Sprache eine Antwort zu erhalten.

Das Standard-Kroatisch hat sich aus dem südslawischen Zweig der slawischen Sprachen entwickelt. Es ist Teil der Dialektgruppe Štokavisch, zu denen auch die Varietäten Serbisch und Bosnisch gezählt werden. Sprecher dieser drei Sprachen können sich in der Regel leicht untereinander verständigen. Beeinflusst wird der Dialekt teilweise durch die südslawischen Dialekte , die ausschließlich in Kroatien gesprochen werden. Nicht nur in Kroatien, sondern auch in Bosnien-Herzegowina, wo es neben Bosnisch und Serbisch offizielle Amtssprache ist, wird Kroatische als Muttersprache gesprochen.

Das Kroatische folgt der lateinischen Schrift. Da es über einige Sonderzeichen verfügt, weist das kroatische Alphabet insgesamt 30 Buchstaben auf. Einer besonderen Bedeutung kommen die Buchstaben q, w, x und y zu. Sie werden in der Regel nur dann verwendet, wenn sie Bestandteil eines Eigennamens sind, der einer anderen Sprachen entstammt, oder wenn sie in einem Fremdwort vorkommen, das nicht an die eigene Rechtschreibung angeglichen wurde. Viele Wörter, die aus anderen Sprachen übernommen werden, werden üblicherweise an den kroatischen Sprachgebrauch angepasst.