Erfolgreiche Wiederbelebung der Sprache Manx

Wie ein kleiner Star oder ein Exot muss sich der Fischer Ned Maddrell (um 1877−1974) seinerzeit teilweise vorgekommen sein, denn er war bis zu seinem Tod im Jahr 1974 die letzte Person, die seit ihrer Kindheit der Sprache Manx mächtig war. Manx wurde ursprünglich auf der Insel Isle of Man gesprochen, bevor Englisch allgegenwärtig wurde. Doch Manx ist glücklicherweise nicht verloren gegangen. Inzwischen wird es nach erfolgreichen Wiederbelebungsversuchen an einigen Schulen unterrichtet. Dank einiger Hörproben von Maddrell konnte die Aussprache der einzelnen Wörter für die Nachwelt bewahrt werden. Ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung verfügt aktuell über geringe Kenntnisse hinsichtlich der Sprache.

Manx, das in der Eigenbezeichnung als Gaelg Vanninagh bekannt ist, wird den keltischen, genauer gesagt den inselkeltischen Sprachen zugeordnet. Sie ist am ehesten mit dem Schottisch-Gälischen und dem Irischen verwandt. Im 18. Jahrhundert sprach fast die gesamte Inselbevölkerung Manx, das von verschiedenen skandinavischen Sprachen beeinflusst wurde. Erst mit der Annexion durch das Königreich Großbritannien im Jahr 1765 begann die englische Sprache immer mehr an Einfluss zu gewinnen. Auch die Gründung der Gesellschaft Yn Cheshaght Ghailckagh, die sich der Erhaltung der Sprache verschrieben hatte, konnte nicht verhindern, dass die Zahl der Muttersprachler immer mehr schwand.

Zwar sind heutzutage keine eigentlichen Muttersprachler mehr zu verzeichnen, doch die Zahl der Zweitsprecher nimmt von Jahr zu Jahr zu. Die derzeitigen Muttersprachler sind jedoch Nachfahren von Personen, die Manx vor einigen Jahren als Zweitsprache gelernt haben. Manx verfügt über eine Schriftsprache, die ältesten Nachweise hierüber stammen aus dem 17. Jahrhundert. Hierzu zählt die Übersetzung des „Book of Common Prayer“, der Agende der Anglikanischen Kirche.