Englische Verhältnisse in Hongkong

© Tietew/wikipedia/cc-by-sa 3.0

Im Gegensatz zu Bewohnern zahlreicherer anderer asiatischer Städte wissen sich viele Einwohner Hongkongs auf Englisch zu verständigen. Dies hängt damit zusammen, dass Hongkong zwischen 1841 und 1997 durch das Vereinigte Königreich besetzt war. Im Jahr 1843 war die heutige Sonderverwaltungszone zur britischen Kronkolonie erklärt worden. Im Laufe der Zeit ist die Varietät Hongkong Englisch entstanden. Von 1883 bis 1974 war Englisch sogar die einzige Amtssprache in der Metropole. Als Folge mehrere Proteste wurde das Chinesische ebenfalls zur Amtssprache erhoben.

Auch die internationalen Geschäftsbeziehungen sowie die zahlreichen Ausländer, die in Hongkong arbeiten und leben, tragen dazu bei, dass in der Metropole verhältnismäßig gut Englisch gesprochen wird. So sind in Hongkong nicht nur Speisekarten, Gebäude- sowie Straßennamen auf Englisch abgedruckt, auch Anzeigen, die im öffentlichen Nahverkehr zu finden sind, sowie offizielle Zeichen werden in englischer Sprache veröffentlicht. Auch im Verwaltungs- sowie im Tourismusbereich sind englischsprachige Mitarbeiter zu finden.

Der Unterschied zum Britischen Englisch äußerst sich unter anderem darin, dass in den meisten Fällen die Endsilbe auffällig betont wird. Zudem fällt es vielen Hongkongern schwer, ein Wort auszusprechen, das auf zwei Konsonanten endet. Da Kantonesisch, das in Hongkong stark verbreitet ist, eine Tonsprache ist, werden zahlreiche englische Wörter entgegen ihrer eigentlichen Betonung auf verschiedene Weise betont. In Hongkong ist das sogenannte Code-Switching ebenfalls stark verbreitet. In diesem Fall werden kantonesische Schriftzeichen mit englischen Ausdrücken kombiniert. Den Kombinationen sind keine Grenzen gesetzt.