Englisch ist nicht gleich Englisch

Wie jeder weiß, ist Englisch die dominierende Fremdsprache der Welt. Fast jeder spricht sie, in deutschen Schulen ist sie sogar Pflichtprogramm. Selbst Erstklässler werden inzwischen in die Grundzüge der englischen Sprache eingeführt. Auch bei Linguaviva gehören auf Englisch verfasste Schriften und Dokumente zu den häufigsten Übersetzungstexten, die in Auftrag gegeben werden. Wenn man jedoch gefragt wird, wie viele Ausprägungen des Englischen es überhaupt gibt, gerät man schnell ins Stocken. In der Regel fallen einem meisten nur die Varianten Amerikanisches Englisch und Britisches Englisch ein. Weltweit werden jedoch viel mehr Varietäten gesprochen, wie z. B. Hongkong-Englisch, Indisches Englisch und Südafrikanisches Englisch.

Bronzeplastik Sträflinge als Straßenbauer in Australien

Die Sprachenvarianten ähneln sich sehr. So würde ein Laie keinen Unterschied zwischen Australischem Englisch und Neuseeländischem Englisch bemerken. Schließlich fußt Ersteres wiederum auf der Ausprägung Britisches Englisch und wurde nur durch die Sprachgewohnheiten der verschiedenen Einwanderer beeinflusst. Wer jedoch genau hinhört, dem fällt auf, dass die Aussprache des Australischen Englisch stark von der Muttersprache abweicht. Dies hängt damit zusammen, dass im 18. und 19. Jahrhundert zahlreiche Häftlinge aus Großbritannien und Irland in die australischen Strafkolonien verschifft wurden. Die Gefangenen sprachen in der Regel eine Slangvariante des gehobenen Standardenglisch.

Da also Englisch nicht gleich Englisch ist, ist es für unser Übersetzungsteam wichtig zu wissen, in welcher Varietät des Englischen sie übersetzen sollen, denn einige Vokabeln haben eine unterschiedliche Bedeutung. So wird zum Beispiel das Wort Handy im Amerikanischen Englisch mit cell phone, im Britischen Englisch jedoch mit mobile übersetzt.