Die Rolle des Biblischen Aramäisch in früherer Zeit

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Anlässlich der bevorstehenden Osterfeiertage laufen in den nächsten Tagen wieder zahlreiche Bibel- und Monumentalfilme im Fernsehen. Eine kleine Besonderheit bietet der Film „Die Passion Christi“ (2004) von Mel Gibson, denn dieser wurde in aramäischer, lateinischer und hebräischer Sprache gedreht. Aramäisch wird in verschiedene Kategorien unterteilt. Von großer Bedeutung ist das Biblische Aramäisch, das zur Kategorie Mittelaramäisch gezählt wird. Mittelaramäisch entstand ungefähr um 2000 v. Chr.

Biblisches Aramäisch findet sich unter anderem in Teilen des Alten Testaments bzw. des Tanachs (hebräische Bibel). So ist beispielsweise Vers 31, Absatz 47 des 1. Buch Mose (Genesis) sowie Jeremia 10,11. in Biblischem Aramäisch verfasst. In diesem Fall wurde das sonst übliche Hebräisch durch das Biblische Aramäisch ersetzt. Dennoch wurde hier wie im Hebräischen ebenfalls von rechts nach links geschrieben. Die Massoreten, jüdische Schriftgelehrten im frühen Mittelalter, waren es, die die Schrift ein wenig modernisierten. Bestand sie früher eigentlich nur aus Konsonanten, versahen die Massoreten diese mit Vokalzeichen.

Das Biblische Aramäisch wurde stark vom Hebräischen beeinflusst, sie sind beide Teil der nordwestsemitischen Sprachfamilie. So lassen sich in den Textstellen einzelne hebräische Personen und Ortsnamen sowie politische und religiöse Begriffe ausmachen.

Wir wünschen Ihnen schöne Osterfeiertage! Genießen Sie die Zeit mit Ihrer Familie.