Dank Seychellenkreol sprachlich vereint

Auf den Seychellen findet sich ein großer Mix an verschiedenen Nationalitäten und Bevölkerungsschichten. Auf dem Inselstaat im Indischen Ozean leben unter anderem Nachkommen von Siedlern, die aus unterschiedlichen Kolonialgebieten eingewandert sind, sowie von afrikanischen Sklaven, aber auch Bewohner, die ursprünglich aus Indien, China und verschiedenen Ländern Europas stammen. Neben den Amtssprachen Französisch und Englisch dient den Einwohnern das Seychellenkreol, das auch als Seselwa bekannt ist, als gemeinsame Sprache. Bei Seychellenkreol handelt es sich um eine Variante der Kreolsprachen.

Unter den Seychellois, so wird die Bevölkerung auch genannt, ist das Seychellenkreol sehr beliebt – bildet es doch die Muttersprache von vielen Einwohnern. Die Sprache basiert auf dem Französischen. So lautet zum Beispiel „Guten Tag“ auf Seychellenkreol „Bonzour“ (Französisch: „Bonjour“), „Danke“ wird in Seychellenkreol als „Mersi“ (Französisch: „Merci“) und „Bitte als „Silvouple“ (Französisch: „s’il vous plaît“) wiedergegeben. Trotz der Ähnlichkeit mit dem Französischen besitzt das Seychellenkreol eine eigene Orthographie, die sich an der Aussprache orientiert. Wie alle anderen Kreolsprachen kommt auch das Seychellenkreol ohne Numerus und Genus aus. Auch Konjugationsenden sind in der Sprache nicht bekannt.

Das Alphabet ähnelt unserem, doch es wird auf die Buchstaben C, H, J, Q und X verzichtet. Für das C werden entweder die Buchstaben K oder S verwendet, das J wird durch den Buchstaben Z oder die Konsonantenkombination Dy ersetzt, für Q bzw. Qu wird Kw genommen, X wird in Ks umgewandelt. Einzig für den Buchstaben H gibt es kein Äquivalent, er fällt ersatzlos weg. Und noch eine Buchstabenbesonderheit findet sich in der Sprache: Das U steht niemals alleine, sondern wird immer in Kombination mit O geschrieben.