Spanisch – Des Deutschen zweitliebste Sprache

Direkt hinter Englisch ist Spanisch die beliebteste Fremdsprache, die von den Deutschen gesprochen und gelernt wird. Dies ergab eine im Auftrag von Casio getätigte Umfrage des Instituts Forsa im Jahr 2012, bei denen 1.000 Personen über 14 Jahre befragt wurden. Sie sollten angeben, ob sie sich für die in der Schule gewählte Sprache noch einmal entscheiden würden. 48 Prozent bejahten, dass sie Spanisch noch einmal wählen würden. Grund genug, die Sprache heute einmal genauer unter die Lupe zu nehmen!

Während wir in Deutschland diese Sprache in der Regel als Spanisch betiteln, ist sie in Spanisch sprechenden Ländern auch unter den Begriffen español und castellano bekannt. Die Bezeichnungen unterscheiden sich von Region zu Region. Die Kolumbianer, Mexikaner, US-Amerikaner sowie die Bewohner Mittelamerikas zum Beispiel benennen das Spanische als español, während die Einwohner Südamerikas castellano sagen. In Spanien sind beide Varianten allgegenwärtig. Mit castellano wird gleichzeitig auch der Dialekt der Region Kastilien bezeichnet.

Spanisch wird nicht nur in Spanien gesprochen, sondern auch in unzähligen Ländern Süd- und Mittelamerikas. Die räumliche Trennung ist nicht das Einzige, was sie unterscheidet, auch inhaltlich driften die beiden Spanischvarianten auseinander. Das amerikanische Spanisch basiert zwar auf dem Spanisch der Europäer, das sich durch die Kolonialisierung verbreitet hatte, doch die Aussprache ist in vielen Fällen eine andere. Die Wörter und Sätze werden im amerikanischen Spanisch weitaus melodiöser ausgesprochen als beim europäischen Spanisch. Zudem haben einzelne Wörter in den unterschiedlichen Ländern nicht die gleiche Bedeutung. Das Vokabular in Süd- und Mittelamerika ist häufig vom US-amerikanischen Englisch beeinflusst.