Kennen Sie die Sprache Suomi?

Nein werden Sie sicherlich im ersten Augenblick gedacht haben. Wir können Ihnen jedoch versichern, dass Sie bestimmt schon einmal jemanden Suomi haben sprechen hören, denn dahinter verbirgt sich der Begriff, denn die Finnen für ihre Sprache und ihr Land benutzen. Die finnische Sprache unterscheidet sich erheblich von den gängigen Sprachen in Europa, von denen die meisten dem romanischen Zweig entstammen. Sie ist Teil der uralischen Sprachen und in grammatikalischer Hinsicht eng mit dem Ungarischen und Estnischen verwandt. Die uralische Sprachgruppe weist jedoch mit keiner anderen Sprachfamilie irgendeine Ähnlichkeit auf.

Der deutschen Sprache eilt der Ruf voraus, dass sie aufgrund ihrer Grammatik schwer zu erlernen sei. Doch auch das Finnische weist eine große Anzahl an verschiedenen Grammatikregeln auf. So kennt das Suomi 15 unterschiedliche Fälle. Diese geben wie im Deutschen den Kasus, also z. B. Genitiv oder Akkusativ, an oder deuten u. a. auf einen Ort hin. Lange Laute werden in der Regel durch das direkte Wiederholen eines Konsonanten oder eines Vokals angedeutet. Bestimmte Vokale können nicht miteinander in einem Wort vorkommen, da im Finnischen großen Wert auf Vokalharmonie gelegt wird. Betroffen davon sind zum Beispiel die Vokale a, o, u, die nicht mit ä, ö und y zusammenstehen können.

Wie das Türkische wird das Suomi den agglutinierenden Sprachen zugordnet, bei denen die Suffixe eine wichtige Rolle hinsichtlich der Unterscheidung der Wörter spielen. Für uns ungewöhnlich, gibt es im Finnischen keinen bestimmten und keinen unbestimmten Artikel. Beide Varianten sind in einem Gespräch möglich. Auch kennt die finnische Sprache kein grammatikalisches Geschlecht.