In Pakistan sich mithilfe von Urdu gewählt ausdrücken

In Pakistan herrscht eine große Sprachenvielfalt: Mehr als 50 verschiedene Sprachen werden dort gesprochen, offiziell sind es jedoch nur sieben. Die beiden Amtssprachen sind Englisch und Urdu. Darüber hinaus sind die Regionalsprachen Paschtunisch, Belutschi, Saraiki, Sindhi und Panjabi anerkannt. Als Verkehrssprache zwischen den zahlreichen Sprachen fungiert allgemein Urdu, das auch in einige Bundesstaaten Indiens (z. B. Delhi und Andhra Pradesh) gesprochen wird. In Pakistan wird die zum indoiranischen Zweig zählende Sprache von rund 10 Millionen Muttersprachlern gesprochen.

Die Entstehung des Urdu geht zurück ins 13. Jahrhundert. Zur Zeit des Sultanats von Dehli, das zwischen 1206 und 1526 Bestand hatte, nahm die Sprache an Form an. Besondere Beeinflussung und Veränderung erfuhr das Urdu während der Herrschaft des Großmoguls Akbar (1542−1605) in Indien. Durch die Zusammenkunft verschiedener Nationen, u.  a. Türken, Nordinder und Perser, in den Feldlagern entwickelte sich die Sprache stetig weiter. Gemeinhin wird Urdu als Sprache der Dichtkunst betitelt und gilt daher als gehobene Sprache.

Urdu ist eng verwandt mit dem Hindi, das in Indien Amtssprache ist. Sie beide sind Varietäten einer Einzelsprache und könnten theoretisch im Zusammenschluss die Sprache Hindustani bilden. Trotz unterschiedlicher Alphabete (Hindi: Devanagari, Urdu: Perso-Arabisch) können sich die Sprecher des Urdu und des Hindi dank der gleichen Grammatik und einer ähnlichen Aussprache in der Regel ohne Verständigungsschwierigkeiten miteinander unterhalten. Das Urdu hat zahlreiche Lehnwörter aus dem Arabischen, Portugiesischen, Türkischen, Englischen und Persischen übernommen.